Wortgewaltige Missverständnisse

 

Reden ist nicht immer Silber, Schweigen nicht immer Gold.


Reden ist Silber, Schweigen Gold. Wenn allerdings alle Menschen schweigen, dann findet kein Austausch mehr statt. Goldige Zeiten, in denen keiner mehr den Mund aufmacht? Worte haben Macht, Worte können gewaltig sein. Worte richtig zu wählen, objektive Wortwahl zu betreiben – das ist nicht immer einfach. Neutralität setzt das Zurückstellen der eigenen Meinung voraus. Da eine Meinung aber jemanden gehört und man sein Eigentum gerne verteidigt, ist auch dies ein ziemlich schwieriges Unterfangen. Dass Worte allein oftmals missverstanden werden können, sollen einige Beispiele zeigen.

 

 

Öffentlich-rechtliche Medien?

Während sie so tun, als würden sie differenziert und unvoreingenommen berichten und viele andere kritisieren, ist längst klar, dass die Konsumenten, die die Medien mit ihren Gebühren finanzieren, Schlagzeilen mit vorgefertigter Schlussfolgerung und Framing bekommen müssen, selbst wenn die Fakten dies gar nicht zulassen.

 

Wie Du mir, so ich dir

Werden sie kritisiert, so geben sie keine Fehler zu und begeben sich in eine Opferrolle. Dabei bedienen sie sich der Methoden, die sie anderen zum Vorwurf machen.

Die Berichte (Wellen, Sterberaten etc.) sind nur Spekulationen und sollen Angst erzeugen.

 

Einseitige Sichtweisen

Jedes Medium, welches nicht zu den Qualitätsmedien gehört, wird ausnahmslos kritisiert. Die eigenen Wissenschaftler und Experten werden dagegen nicht hinterfragt und nicht kritisiert.

Die Auswahl an Studien und Fachliteratur ist selektiv. Es werden nur Studien angeführt, die zur eigenen Argumentation passen. Studien, die hohe IFR zeigen, werden veröffentlicht, alle anderen Studien werden verschwiegen (IFR = Infection Fatality Rates).

 

Auslegungssache
Es herrscht zu viel Desinformation vor und die Zahlen, die angeführt werden, entsprechen nicht der Wahrheit. (Auslastung KH).

Die Regierung handelt überheblich und ist wissenschaftlich nicht korrekt informiert. Kritiker werden nicht gehört.

 

Sich selbst diskreditieren
Die Experten in der Regierung sind keine und das sollte die Gesellschaft sehen. Es gibt zahlreiche Sachverhalte, die zeigen, dass hier viele Steuergelder verschwendet wurden und zahlreiche Fehler begangen wurden (Masken, Intensivbettenbelegung). Der Regierung zu glauben ist dumm und gefährlich.

 

to be continued

 

Und jetzt?
Nach der Lektüre dieser Zeilen ist man sofort geneigt folgenden Rückschluss zu ziehen: „Oh mein Gott, schon wieder so eine Verschwörungstante. Ich kann diese haltlosen Vorwürfe und dieses allumfassende Misstrauen nicht mehr hören oder lesen. Dass es tatsächlich so dumme Personen gibt, die das alles glauben und so banal, ja sogar so hirnlos argumentieren. Ich bin geschockt und enttäuscht. Wie gut, dass ich auf der anderen Seite stehe.“

 

Leider

Was habe ich gemacht? Ich habe die Aussagen, die diverse Korrekturplattformen nutzen, um die „Anderen“ einordnen zu können und die Wahrheit darstellen zu können, einfach nur umgedreht.

 

·      Wenn im ersten Absatz von „sie“ die Rede ist, dann sind hiermit alle Informationskanäle neben den ÖRM gemeint.

·      Wenn von der Finanzierung die Rede ist, dann sind damit die freiwilligen Spenden gemeint, mit denen sich auch zahlreiche Korrekturinstanzen ebenso finanzieren. Einen Spendenaufruf liest man hier meist sogar VOR dem eigentlichen Artikel.

·      Wenn von der Opferrolle die Rede ist, so ist es das, was die Korrekturinstanzen den sogenannten Verschwörungstheoretikern vorwerfen.

Die sogenannten VLK-Leute (Verschwörungstheoretiker, Verschwurbler, Leugner) werden den „anderen“ vor, nur die eigenen Wissenschaftler zuzulassen, die „anderen“ werden es den VLKs vor.

Die Einen werfen den Anderen vor, Angst zu schüren (vor der Impfung). Die anderen werfen den einen vor, Angst zu schüren (vor der Krankheit).

 

Das Gleiche in Grün

Keiner von beiden hat die Weisheit mit Löffeln gefressen. Das Spiel mit Worten zeigt es deutlich. Es kommt darauf an, mit welcher Grundeinstellung man an die Lektüre der (aus dem Zusammenhang gerissenen) Teilinformationen herangeht.

Alle Aussagen werden von Partei 1 und von Partei 2 gleichermaßen verwendet.

 

Ein bisschen mehr Dein und ein bisschen weniger Mein

Das Wort „Deinung“ gibt es nicht. Es gibt nur das Wort Meinung. Und eine Meinung würfelt man sich nicht herbei, die entwickelt sich. Und wenn sie dann feststeht, dann will man sie so schnell nicht umschmeißen, das ist ganz logisch. Ich befürchte nur, so kommen wir nicht weiter.

Verhärtete Fronten lösen keine Probleme. Und nein, ich habe KEINEN konstruktiven Gegenvorschlag und nein, ich bin nicht besser oder klüger als andere. Ich schreibe nur und mache mir Gedanken.

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